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13.11.2011 16:59 von Deutsche Kriegsopferfürsorge
Die Deutsche Kriegsopferfürsorge (DKOF) hat ein Pilotprojekt im Bereich der alternativen Therapieformen erfolgreich durchgeführt: Die ersten deutschen Veteranen haben an einer pferdegestützten Psychotherapie teilgenommen, die in den USA bereits seit Jahren erfolgreich für Vietnam-Veteranen angeboten wird.
Diese Form der Traumatherapie wird zurzeit noch nicht von Bundeswehrkrankenhäusern angeboten oder von deutschen Krankenkassen finanziert. Gerade aber bei Kameraden, die seit vielen Jahren in herkömmlichen stationären oder ambulanten Behandlungen sind, blieb der nachhaltige Erfolg der Therapie bisher aus: Die PTBS zerfraß allmählich das Leben, der Alltag konnte nur unter Einnahme von starken Tabletten ausgehalten werden oder aber bestimmte Therapieformen kosteten sehr viel Kraft und Anstrengung, so dass viele Betroffene verzweifelt aufgaben.
Immer wieder wurden wir als DKOF daher von Veteranen gefragt, ob wir eine Alternative zu den bestehenden Methoden empfehlen könnten. Bevor wir aber hierzu eine Empfehlung aussprechen wollten, haben wir es selbst getestet. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor: Einige von uns befinden sich bereits seit Monaten in einer solchen Maßnahme und sind begeistert: Die pferdegestützte Traumatherapie tut nicht weh, bewegt viel und ist nicht so anstrengend wie z.B. die EMDR-Methode. Sie hat selbst bei Patienten, deren Einsatz und traumatisches Erlebnis vor vielen Jahren stattfand, sehr gut angeschlagen.
Die DKOF wird diese Art der Therapie daher weiter für Veteranen anbieten. Andere Therapieformen und Therapeuten werden derzeit von unseren Veteranen im Selbsttest ausprobiert. Wir werden demnächst darüber mehr berichten.
Einen ersten Eindruck der durchgeführten pferdegestützen Psychotherapie hat die Dokumentation von ZDF neo eingefangen, die in unserem Medienarchiv verlinkt ist. Mehr dazu sehen Sie also hier....
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