Gelbe Schleife Solidarität

DKOF Gästebuch

Wir freuen uns über Ihre Meinung und sind Ihnen dankbar, wenn Sie diese hier öffentlich in unserem Gästebuch äußern. Wir schätzen die Meinungsfreiheit - auch hier in unserem Gästebuch - freuen uns über ein Lob, nehmen aber auch Ihre Kritik ernst. Bitte halten Sie sich trotzdem an die üblichen Umgangsformen. Wir behalten uns vor, Beiträge von Ihnen zu kürzen oder zu löschen.

Kommentar von Ingo Albinsky | 14.12.2011

Hallo Herr Timmerman-Levanas,
ich lese gerade ihr Buch und merke, dass sie den selben Dreck geschluckt haben wie ich.
Obwohl ich kein ausgesprochener Offiziersfreund war, hätte ich sie gerne mal kennengelernt.
Ich bin froh jeden meiner Jungs heil nach Hause gebracht zu haben, allerdings haben sich inzwischen 4 von ihnen das Leben genommen.
warum ist wohl klar........
1. Ktg UNOSOM II Somalia
1. Ktg IFOR Kroatien
1. Ktg SFOR Sarajevo/Mostar
1. Ktg KVM Mazedonien
1. Ktg KFOR

endlich wird das Thema PTBS mal öffentlich, durch sie als auch durch Dr. Heike Groos.
ich hätte wohl noch Einiges zu ihrem Buch beitregen können, aber das ist ja schon gedruckt.
trotzdem danke für dieses fasziniernende Werk.

weiter so, vor allem was PTBS betrifft

Ingo Albinsky

Kommentar von Gregor Weidninger | 12.11.2011

Guten Tag,

ihre Organisation ist eine Selbsthilfegruppe. Diese hat ihre Berechtigung.
Sie selbst wissen, dass die Bevölkerung gegen das ist, was ihre Dienstherren anordnen. Nämlich Einsatze im Ausland, die von zweifelhafter rechtmäßigkeit sind, die Zivilisten verängstigen, gefährenden und töten.

Ihre Einsätze halte ich für falsch.

Ihre Berufswahl Soldat ebenso. Denn eine Ausbildung zum Töten macht ein humanistisch gebildeter Mensch nicht ohne weiteres.
Mag sein, die wirtschaftlichen Verhältnisse haben Sie zu ihrem Beruf gezwungen, da es keine andere Möglichkeit gab.
So etwas täte mir leid und muss sofort innenpolitisch angegangen werden.
Beispielsweise ist mir bekannt, dass im Krieg eingesetzte Soldaten überproportional aus Bundesländern mit hoher Arbeitslosigkeit kommen.

Mag sein, sie wollten ihr Land verteidigen.
Bitte gerne. Dazu sind Einsätze im Ausland aber denkbar wenig geeignet. Denn sie sind sämtlich Angriffskriege.

Mag sein sie wollten humaitär tätig werden.
Bitte sehr. Aber dann ist die BW eine sehr seltsame Wahl.

Nun fordern sie eine bessere Unterstützung/Versorgung der im Auslandseinsatz beschädigten.
Da haben sie recht.
Wenn ein Staat schon seine Bürger in einen Auslandseinsatz schickt, so ist er auch für die Folgen verantwortlich.
Selbst wenn ich es für äußerst einfältig halte,
der Bundeswehr anzugehören, die solcher Art missbraucht wird, so dass jeder vernünftig denkende Bürger eigentlich wissen sollte, dass er nichts gutes tut, wenn er der BW beitritt, so muss diesen Einfältigen geholfen werden, wenn sie Schaden erleiden.

Ich möchte jedoch kein Gejammere hören, die Auslandseinsätze wären in der Bevölkerung nicht anerkannt.

Viele Jobs sind in der Bevölkerung nicht angesehen. Aus weniger nachvollziehbaren Gründen.

Natürlich ist der Beruf des Soldaten unter den heutigen Bedingungen eine falsche Wahl.
Aber natürlich muss auch den Soldaten geholfen werden.
Vorzugsweise mit Aussteiger-Programmen.

Ich möchte auch kein Gejammere hören, die Bundeswehr sei nicht wohlgelitten in der Bevölkerung.
Das ist doch ganz natürlich so.
Waffen die Menschen töten und Leute die Waffen tragen die Menschen töten sind nun mal grundsätzlich abzulehnen.
Und Leute, die sich ganz bewusst für einen Beruf der Menschen tötet entscheiden haben ein persönliches Problem. Nicht ein gesellschaftliches.

Kommentar von Akira | 08.08.2011

Liebes "Heldenteam",
ja ich schreibe bewußt "Helden", denn das sind Sie alle für mich!!!! Alle Helfer, alle Ehren- / Hauptamtlichen, alle Veteranen usw....
Seit ich selbst betroffen bin, da ich mit einem an PTBS Erkrankten, in ein paar Tagen sogar verheiratet bin, verfolge ich recht intensiv, was die Politik und die "Obersten" mit uns anstellen.... Ich selbst habe mit Hilfe der DKOF um die Rechte meines Zukünftigen gekämpft, nochmal DANKE dafür. Ich weiß also, was es bedeutet, sich stark zu machen und gegen die Windmühlen der Bürokratie anzukämpfen...
Nun lese ich heute ganz erstaunt, dass der Bundeswehrverband sogenannte "Betreuungslotsen" auf den Weg schicken will?! Für mich sieht das nach "dienstlich gelieferten Fallmanagern" aus. Nun denn, zumindest tut sich was. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Arbeit der DKOF weiterhin anerkannt bleibt, akzeptiert und gefördert wird. Vielleicht kann durch die "Lotsen" und die Fallmanager gemeinsam agiert werden.
Allen Versehrten wünsche ich von Herzen alle Gute und wahnsinnig viel Kraft für ihren Weg! Niemals aufgeben, man kann es schaffen!!!!

@Akira: Danke für das große Lob - und alles Gute für die bevorstehende Hochzeit. Ein Hinweis zu den Betreuungslotsen: In der Augsburger Allgemeinen Zeitung ist auszugsweise unsere Meinung hierzu kürzlich veröffentlicht worden, zu finden unter "DKOF-Medien". Herzliche Grüße, Ihr DKOF-Team.

Kommentar von Stefan Bauerschäfer-Hepach | 20.07.2011

Hallo Herr Timmermann-Levanas,

wir haben uns 2009 das letzte mal gesehen und gesprochen. Ich habe Ihr Buch gelesen und mit erschrecken festgestellt wie schlecht es Ihnen zu diesem Zeitpunkt gehen musste. In diesem Moment geht mir so viel durch den Kopf was ich gern schreiben würde. Auch jetzt wo sie außer Dienst sind, sind Sie für mich ein Vorbild an Geradlinigkeit und Hilfsbereitschaft, wie damals als mein Vorgesetzter. Ihre Presseauftritte erfüllen mich mit Stolz für das Engagement was Sie dort leisten. Ich finde es toll wie Sie den Kameraden und Angehörigen Hilfe bieten und geboten haben. Ich hoffe wir begegnen uns einmal wieder und wünsche Ihnen und Ihrem Team alles Gute für die Zukunft.

MfG Stefan Bauerschäfer-Hepach (ex StoAngel)

Kommentar von Stefan Kieselbach | 04.06.2011

Es ist einfach nur beschämend.
Wenn ich sehe, wie dicke Bretter gebohrt werden müssen, um nur homöopathische Verbesserungen im (theoretischen) Versorgungssystem zu erreichen, bekomme ich Magenschmerzen.
Ich selbst war nie in Auslandseinsätzen, da meine Dienstzeit 1992 endete.
Nun ist mein Neffe nach zwei KFOR-Einsätzen das erste mal in Afghansitan.
Ich hoffe, wir sind ausreichend sensibilisiert zu erkennen, wenn "etwas" nicht in Ordnung ist.
Machen Sie weiter und suchen Sie die Öffentlichkeit, denn leider sucht diese anscheinend nicht nach Ihnen.
Mit dem Wunsch, daß alle unsere Frauen und Männer heil nach hause kommen, egal wo in der Welt sie gerade ihren Dienst tun.

Kommentar von Faten Günther | 04.02.2011

Die Demokratie hat ihre Kinder verraten!
Ich bejahe kein Auslandsaufenthalt. Ich will nicht, dass unsere Soldaten Schaden an Körper oder Seele nehmen für Krisen und Probleme, die hausgemacht sind. Erst Talibane züchten, dann bekämpfen, Diktatoren zur Macht verhelfen und dann wieder stürzen. Profit und nicht Freiheit ist das Ziel der Politk.
Wenn jedoch in meinem Namen, als Bürgerin, Soldaten geschickt werden, dann will ich sie, auch in meinem Namen, gut ausgerüstet, geschult und versorgt sehen. Da sollte keiner der Soldaten Teile seiner Ausrüstung selber kaufen müssen, damit er geschützer patroullieren kann, oder therapeutische Stunden zahlen, damit sich nicht aus der seelischen Verwundung der soziale Tod entwickelt. Beweise? Der Krieg, das ist sogar den Menschen der Entwicklungsländern bekannt. Vielleicht geben Sie dem Ministerium Nachhilfe!
Entsetzt, wütend und hilflos fühle ich mich, als ich Ihr Buch "Die reden - wir sterben" gelesen habe. Wie geht es dann denen, die Betroffen sind?! Deshalb danke Ich Ihnen und Ihre Kamaraden, für Ihren Mut, mir einen Einblick in ihr Inneres gegeben zu haben, auch wenn es für Sie bedeutete, Ihre Leid nach außen zu krempeln.
Seinem Schmerz begegnen ist eine menschlichen Höchstleistung. Das hat meine Achtung. Trauer heilt die Wunden, dann wird sie ein Teil von dir, ohne dich gefangen zu halten. Deshalb freut es mich, dass das Schweigen gebrochen wird und Sie Herr Timmermann-Levanas, dem Leid eine Stimme geben.
Ich würde gerne helfen, weiß aber nicht wie.
Ich wünsche Ihnen jegliche Unterstüzung für Ihre Arbeit. Meine haben Sie.
MfG
Faten Günther

Kommentar von Jürgen E | 20.12.2010

Auch ich bin ehemaliger SaZ 12. Im "Einsatz" war ich auch, aber ich hatte das Glück, dass sich zur damaligen Zeit alles auf Italien (Piacenza) beschränkt hat. Mit Grauen stelle ich mir vor, zur jetzigen Zeit Soldat zu sein und meinen Kopf für etwas hinzuhalten, was es hinten und vorn nicht wert ist.
Nur gut, dass jetzt die Wehrpflicht abgeschafft wurde und es unseren Kindern erspart bleibt, zum Bund zu müssen.
Jeder einzelne Tropfen Blut der vergossen wird, ist zu viel.

Andreras, das ist eine gute Sache für die du dich hier einsetzt!

Jürgen M schrieb am 19.08.2010 um 01:25
jetzt schreibe ich auch mal lang lang ist es her als ich 1993 los zog, um die welt zu retten, mitten in die wüste. hab einiges ab bekommen was vergessen war und mich wieder eingeholt hat. jetzt und hier in deutschland nach all den jahren ist alles wieder da als wäre es gestern gewesen. als wäre ich noch da heute nacht ich kann es hören riechen und ich spüre denn sand in meinem gesicht. nein nicht in afghanistan in somalien war ich. damals als wir noch nicht krieg sagen durften und nur „helfen“ sollten.
nicht erst in afganistan haben wir schaden genommen aber vielleicht musten wir mehr werden um uns zu wehren? zu streiten für unser recht auf (be)achtung. Aber wie will die gesellschaft uns achten wenn es ihre „gewählten vertreter“ nicht tun? Oder warum sollten uns die „gewählten vertreter“ achten wenn es die „gesellschaft“ nicht interessiert? Es sind wohl zum glück immer noch zu wenige. aber es werden leider immer mehr. Wer weiß wohin der weg uns führt ob er richtig oder falsch ist? dieser abschnitt hier jedenfalls ist der richtig auch wenn die windmühlen noch zahlreich sind und unüberwindbar scheinen, so sind sie es letztlich nicht. „So liest es sich hier“ drum sancho pansa lass uns beginnen mit dem ersten anritt dem so viele folgen müssen. im kampf gegen das unrecht. mir jedenfalls macht diese seite mut

auf bald jürgen


Peter Kowalski schrieb am 08.08.2010 um 16:54
Habe von Ihnen in den Kieler Nachrichten gelesen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre wichtige Arbeit.
MfG Peter Kowalski


anonymos schrieb am 08.08.2010 um 16:26
Mein Verfahren läuft schon Jahre - ohne Erfolg. Jetzt habe ich hier das erste mal das Gefühl, dass die Leute mich verstehen und Ahnung haben. Danke


Soldat in zivil schrieb am 21.07.2010 um 00:22
Ihr Engagement in allen Ehren, auch Ihre Homepage; allerdings finde ich die Auswahl der Bilder aus dem Einsatz wieder bezeichnend: Sie scheinen in der Summe eher von einem GTZ-Angehörigen zu stammen als von Soldaten im Krieg.


VHG schrieb am 20.07.2010 um 13:50
Sehr geehrte Damen und Herren,
eine Seite wie die Ihrige erfreut mich sehr, in solchen Fällen den Mantel des Schweigens auszubreiten, wie es nur allzu gerne getan wird, ist schlicht und ergreifend falsch.
Dennoch eines in eigener Sache:
Die Themenlastigkeit zu denjenigen Kameraden, die im Auslandseinsatz verwundet (physisch/psychisch) ist zu eklatant. Ich selber gehöre zu denen, die im Inland einen Dienstunfall hatten, mit DU-Folge und 3 Jahre Kampf um eine lächerliche Anerkennung der WDB. Bis dato stehe ich mit meiner Familie vor den Scherben unserer beruflichen Existenz, stets mit der Frage, wann entschädigt die BW auch uns, die im Inland zu Schaden gekommenen?


Andreas V. schrieb am 19.07.2010 um 09:32
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe gestern den Bericht gesehen und bin über dieses Politische Vorgehen sehr traurig. Ich war zeitgleich mit Robert im Einsatz und bin fast aus allen Wolken gefallen. Ich habe anschließend (Monate später) ein Reintegegrationsseminar besucht. Ein paar Tage Spaß und Schifffahrt auf der Mosel... Hat natürlich nichts gebracht.
Ich wünsche Robert und allen Anderen, die Verletzt und/oder Traumatisiert aus dem Einsatz kamen, sowie deren Familien, Mut, Glück und hoffentlich Genesung.
Ich weiß, das Ihr stolz auf eure Arbeit sein könnt.
Anerkennung
Andreas


Wolfgang Metzner OStFw a.D. schrieb am 18.07.2010 um 23:43
Sehr geehrter Kamerad Timmermann-Levanas,
durch den Beitrag von RTL bin ich heute auf Ihre Seite gestoßen.
Wir haben eine Zeit zusammen in Bremen, Scharnhorst-Kaserne, gedient. Sie erinnern sich ?
Für Ihr Engagement beim DKOF kann ich nur sagen:
Respekt und Anerkennung !
Ich hätte noch viele Anmerkungen zu den deutschen Auslandseinsätzen. Doch mein Anstand und meine Erziehung verbieten mir das.
Mit kameradschaftlichem Gruß


W.Metzner OStFw a.D. AFGVet schrieb am 15.07.2010 um 19:20
Sagt der Minister als Reaktion auf das Buch "Ruhet in Frieden, Soldaten": Es seinen Fehler gemacht und der Einsatz verharmlost worden, was auf eine gemeinsame Überforderung zurückzuführen sei. Sagt ein Soldat, soetwas in der Bw Psychiatrie, wird ihm postwendet unglaubwürdige Übertreibung unterstellt. Bin mal gespannt, wann diese Erkenntnis huer unten ankommt.


Andreas Löhr schrieb am 15.07.2010 um 10:41
Hallo
Ich bin in der letzten Spiegelausgabe auf einen Bericht über Kriegsheimkehrer gestoßen und das was über euch berichtet wurde,erinnert mich stark daran,was ich "im Westen nichts neues" und in "der Weg zurück" von Erich Maria Remarque ,gelesen habe..falls diese beiden Bücher jemand von euch kennt.
Naja..haltet die Ohren steif und alles gute von mir,auch wenn ich da nicht mitreden kann
Zu meiner Person:
Ich bin 35 Jahre alt und war nie beim Bund.

Kopp Marco schrieb am 14.07.2010 um 13:44
Z.Zt. wird geprüft wegen unterlassene Hilfeleistung des Stabsarztes in Hammelburg, ob hier ein Verschulden vorliegt. Desweietern läuft eine Klage wegen Körperverletzung gegen den Amtsarzt wegen Körperverletzung bei meiner Untersuchung.Die Bundeswehr rührt sich leider überhaupt nicht, noch nicht nicht. Die Berufsgenossenschaft sagte mir ganz eindeutig, das in allen Fällen, wie auch bei Ihnen alle´n, immer der Dienstherr verantwortlich ist.


acquiesco schrieb am 13.07.2010 um 15:49
Erstattet der Geschädigte oder ein Dritter eine Strafanzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft oder erlangt die Staatsanwaltschaft sonst Kenntnis von einem Behandlungsfehler, der zu einem körperlichen Schaden des Patienten geführt hat, kann es unabhängig von dem zivilrechtlichen Haftungsprozess zu einem Strafverfahren gegen den Arzt kommen.
http://behandlungsfehler.org/fehn/fehn1.htm


Walter Apel schrieb am 04.07.2010 um 21:41
Ich, Jahrgang 1953, bin Bundeswehr Reservist, war in keinem Kampfeinsatz. Von Ihrer Organisation habe ich in einem Artikel der FAZ gelesen. Ich bin erschüttert zu erfahren, wie unsere Soldaten von diesem Staat behandelt werden. Sie brauchen mehr Öffentlichkeit. Leider habe ich keine Medienkontakte, bin auch kein Arzt, nur Naturwissenschaftler. Haben Sie ein Spendenkonto? Für Ihre Arbeit wünsche ich Ihnen von Herzen viel Erfolg.

Dr. Walter Apel
Rembrandtstr. 8
30177 Hannover

Antwort DKOF:

Sehr geehrter Herr Dr. Apel,
herzlichen Dank für Ihre aufmunternden Worte. Ja wir haben ein Spendenkonto! Wir arbeiten ehrenamtlich und sind als gemeinnützig anerkannt, jeder Euro fließt direkt in unsere Arbeit für die verwundeten Soldaten. Spenden sind erbeten unter:

Berliner Volksbank
BLZ 100 900 00
KTO 777 777 7

Wir bedanken uns bereits jetzt für jede Hilfe!


acquiesco schrieb am 01.07.2010 um 17:15
Die jenigen, bei denen die PTBS weg diagnostiziert wurde, weil ja ein so hoher Maßstab anzusetzen ist, und daher keine Traumabehandlung bekommen haben, obwohl von Nöten gewesen wäre / ist, sollten sich das hier mal durchlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Behandlungsfehler


kopp schrieb am 01.07.2010 um 14:21
Moin moin aus Hamburg,
ich möchte nur jedem Mut zusprechen, zu kämpfen.da ich leider nun spätertaubt bin bds. durch die Knalltraumata und man mir keine!!!! berufliche Perspektive mehr anbieten kann bin ich der Meinung, dass eindeutig immer der Dienstherr verantwortlich ist.Dieses gilt auch für Spätfolgen wenn die Kausalität gegeben ist.Zum Glück habe ich bereits mein Urteil was rechtskräftig ist . Es ist wirklich ein langer Weg dorthin , bitte durchhalten.


Kopp Marco schrieb am 30.06.2010 um 15:27
Moin moin aus Hamburg,
heute bin ich bds. spätertaubt duch 2 Knalltraumata bei der Bundeswehr.Rentner bin ich geworden und habe 90% GdB. Ab 29.06.2010 ist mein Krankengeld eingestellt worden ohne!!!vorherige Ankündigung durch das Versorgungsamt Hamburg.Jetzt ist der Dauerzustand durch und ich auch.Ich kann nur jedem Raten, Klage beim Sozialgericht einzureichen,dieses habe ich gemacht und gewonnen.Eine 2te Klage läuft immer noch.Leider muss ein Soldat, obwohl die Wehrdienstbeschädigungen anerkannt sind, doch Klagen und das finde ich wirklich in unserem Sozialstaat sehr sehr schwach. Wenn man alles zeitversetzt,fehl und falsch hört, das wünsche ich keinen menschen....vor allem ist es um so schwieriger, wenn man vorher perfekt gehört hat.dann kommen Gebärdensprachkurse etc.....man bekommt aggressive aussetzer etc. ....dann noch 3 verschiedene Töne 24 Std. lang im Kopf und dann soll man richtig schlafen...dat geht nicht sondern nur mit medikamenten...mal ehrlich, in was für einer gesellschaft leben wir eigentlich wo die bundesregierung (BUNDESWEHR) die geschädigten sooooooo hängen lässt....also..bitte Klage einreichen.


Hilde Brötzner schrieb am 20.06.2010 um 06:46
Infolge der Berichte über die traumatisierten, aus den Krisengebieten zurückkehrenden Soldaten, könnte es sein, daß die Schicksale der Heimkehrer aus dem Weltkrieg II EVENTUELL auch ins Bewußtsein gerückt werden. Das wäre für viele Betroffene und deren Angehörige eine gewisse Genugtuung, wenn auch eine sehr späte. Leider auf Kosten unserer jetzigen Soldaten, denen man ein solches Schicksal gerne ersparen würde. Soldaten sind keine Politiker, sie provozieren die Geschehnisse nicht, sie sind aber die Handlanger der Nation, heute wie damals. Ich spreche nur von den Menschen, und das aus eigener Erfahrung, mit einem Soldaten aus dem II. Weltkrieg habe ich das Trauma 40 Jahre mitgelebt. Damals hat sich keine Institution darüber Gedanken gemacht, wie diesen Männern geholfen werden kann, im Gegenteil, sie wurden mit den Poltikern in " einen Topf " geworfen und dementsprechend behandelt. Gottlob ist es heute anders.


Peter, Einsatzsoldat schrieb am 17.06.2010 um 23:18
Hallo krische,
ich brauche Dein Mitleid nicht, auch wenn ich selbst durch das Feuer gegangen bin. Ich war im Einsatz, Du warst nie da unten, oder? Du hast nichts verstanden. Wenn Du Dich mit dem Thema hier mal ernsthaft auseindandergesetzt hättest, dann hättest Du gemerkt, dass hier kein Soldat nach dem Einsatz jammert, weil er Soldat geworden ist. Wir betteln auch nicht um Mitleid. Die verletzten und verwundeten Soldaten wollen nur ihr Recht, mehr nicht. Nur das, was per Gesetz zusteht, was ihnen aber verweigert wird. Es ist so, als wenn Du arbeiten gehst und Dein Chef Dir den vertraglichen Lohn nicht zahlt. Um mit Deinen Worten zu sprechen: Wenn Du Dich dann beschwerst, dann bist Du ja selbst schuld: Du warst ja so doof, um zu arbeiten, und jetzt beschwerst Du Dich? Hättest ja nicht arbeiten müssen, denkst Du? So funktioniert das aber nicht, oder nur bei Dir... auch sorry für die harten Worte!


krische schrieb am 17.06.2010 um 13:52
Hallo, habe das ganze Thema mal hier überflogen, war ja oft genug in der Presse. Muss Euch leider sagen, dass ich keinerlei Mitleid mit Euch habe.Wer mit dem Feuer spielt, muß damit rechnen, dass es heiss wird. Jammern baruche ich dann auch nicht. Wer sich von unseren Politikern so motivieren ( = verarschen) lässt, da runter in den Krieg zu gehen, braucht sich nicht zu wundern. Stellt Euch doch mal vor, wie es den Kindern und den Familien geht, die ihr da so wunderbar "betreut" habt. Mit Kugeln usw. Also: Reisst Euch zusammen, ihr seid selber schuld. Wer ist noch so doof z.B. zur Polizei zu gehen, und muß sich selber ne SChutzweste kaufen. Kein Mitleid mit denen. Und Ex-Soldaten als Sozialpädagogen auszubilden wollen / versuchen, ist doch auch lachhaft, Sorry für die harten Worte.


Birgit Klimkiewicz schrieb am 11.06.2010 um 21:54
Antwort an acquiesco

Hallo,
erst einmal möchte ich mich für Ihre hervorragenden und auf den Punkt gebrachten Ausführungen bedanken.

Ich darf Ihnen als betroffene Mutter sagen, dass ich in den letzten Monaten viel dazu gelernt habe. Auch mein Sohn, hat meine Arbeit mit großer Skepsis betrachtet, und mir ironisch viel Glück auf den Weg gewünscht. Er glaubte nicht daran, dass wir irgend etwas erreichen könnten.
Aber ich bin der Meinung, dass ein Anfang gemacht werden mußte. Wenn von 20 Engagierten, ein guter nur übrig bleibt, der immer wieder den Finger in die Wunde legt, wäre auch dies ein Anfang. Es ist schwierig, die Strukturen innerhalb der Bundeswehr zu erneuern, aber "Rom ist auch nicht in einem Tag erbaut".
Mir ist bewußt, dass das den jetzt betroffenen Soldaten nicht viel nutzt, und dass Ihr Vertrauen zerstört ist. Und dies nicht, weil sie dies aus ihrer Erkrankung heraus so sehen, sondern weil Vertrauenbrüche begangen werden. Dazu gehört u.a. eine PTBS zu einer Anpassungsstörung zu degradieren.
Denn Anpassungsstörungen haben nach meiner Auffassung alle, die aus dem Einsatz zurückkehren.
Es nutzt uns nichts, die Politik und die Bundeswehr anzuklagen. Wir müssen zusammen Augen und Ohren dort öffen, und das geht nur, meiner Meinung nach, durch sachliche Zusammenarbeit. Ich habe wunderbare Menschen in der Bundeswehr kennengelernt, die sich über all das, was PTBS betrifft bewußt sind, aber es sind noch zu wenige.
Ebenso in der Poltik, aber auch noch zu wenige. Ich setze wirkliche Hoffnung in unseren Verteidigungsminister.
Aber ich lasse mir von niemanden "verkaufen", dass, wenn Geld für Manager, Banken und Abwrackprämie da ist, unsere Soldaten und ihre Familien dem sozialen Absturz ausgesetzt werden.
Nach Aussage der Politik verteidigen unsere Soldaten unsere Freiheit am Hindukusch, also muss der Staat auch seiner Fürsorgepflicht gerecht werden. Dies tut er momentan nicht in dem erforderlichen Umfang.

Ihre Birgit Klimkiewicz

acquiesco schrieb am 08.06.2010 um 17:06
Die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung droht immer mehr zu einer Volkswirtschaftlichen Belastung zu werden. Das ist der Grund, weshalb bei der Diagnostik ein sehr enger Maßstab anzuwenden ist.
Gemäß der operationalisierten Diagnostik(ICD-10 / DSM-IV), ist das direkte Erleben einer Tat / Unglück von katastrophalem Ausmaß gefordert, ist dieses nicht der Fall, so ist bei gleichem Beschwerdebild wie bei PTBS/PTSD die Diagnose „Anpassungsstörung“ zu stellen. Die Anpassungsstörung heilt sich innerhalb von zwei Jahren oder innerhalb von sechs Monaten, wenn die auslösende Belastung nicht mehr vorhanden ist.
D.h. mit einer Anpassungsstörung, gehen Ängste, Flashbacks/Intusionen, Dissoziationen, Verlust der Impulskontrolle, sozialer Rückzug, Depressionen einher – kurz, auch die mit der Diagnose Anpassungsstörung sitzen in ihrem dunkeln Keller, werden getriggert und haben ihre Wutausbrüche nicht unter Kontrolle. Symptome, die durch Verhaltenstherapie aber vor allem durch Medikamente behandelbar sein sollen und behandelt werden.
Wen es genau interessiert, der sollte sich „Anpassungsstörungen – Nosologische Stellung und Therapieoptionen von Markus Jäger, Karol Frasch und Thomas Becker an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm beschaffen. Dort kommt man zu dem Schluss, dass der Kenntnissstand über die Anpassungsstörung nach empirischer Datenlage derzeit als unzureichend eingestuft werden muß.
Man kann es auch anders ausdrücken:“Anpassungsstörung bekommen die, bei denen die Psychiater nicht mehr weiter wissen. Sozusagen eine Restkategorie, in die alle hineinkommen, bei denen sich das Trauma wegdefinieren lässt.
Nach Professor Gottfried Fischer eignet sich sogar Mobbing als Ursachen für eine PTBS (Gottfried Fischer – Neue Wege aus dem Trauma). Das ist klinische Realität, auch wenn das nicht im DSM oder ICD wieder zu finden ist. Gut, wenn man einen Therapeuten erwischt, der trotzdem eine Traumabehandlung durchführt – verloren, wenn man an einen gerät, der nach den Buchstaben der Vorschrift verfährt.
Und nach Professor Judith Herman – Die Narben der Gewalt ist jeder Situation, die von Angst und Hilflosigkeit geprägt ist ausreichend, um PTBS auszulösen.
„Trauma ist das, was traumatisiert!“
Jetzt ist Entschädigung das Eine, doch Genesung das wichtigere. Die Genesung wird in dem Augenblick verweigert, in dem das Trauma wegdefiniert wird. Habe ich Schnupfen, fragt niemand woher ich diesen habe. Jeder sieht, mir läuft die Nase, also habe ich schnupfen. Habe ich einen Beinbruch, ist das so. Niemand fragt, mit wie viel Newtonmeter der Knochen belastet wurde, dass er gebrochen ist. Es werden die Symptome behandelt. Habe ich Dissoziationen und Intusionen, sowie gewisse Trigger, die dieses auslösen, bekomme ich nur die Behandlung, wenn ich ein Erlebnis mit katastrophalem Ausmaß nachweisen kann. Wenn der Psychiater meint, dass es schon nicht so gefährliche gewesen ist, dann bekomme ich eben keine Traumabehandlung.
Will man ganz fies sein, so könnte man behaupten, dass die, die eine PTBS haben und deren Trauma trotz Behandlung immer noch Probleme haben, nun eine Anpassungsstörung haben, denn das Trauma wurde behandelt.
Fatal ist nur, dass diese „versorgungstechnische Definition“ erheblich vom klinischen Alltag abweicht.
Der Anteil derer, die aus dem Einsatz zurückkommen und die Diagnose Anpassungsstörung bekommen bei gleichen Symptomen wie bei einer PTBS ist drei bis vier mal höher als die, die eine PTBS diagnostiziert bekommen. Womit wir wieder bei der Uni Klinik Ulm wären. Da werden Menschen in eine Diagnose klassifiziert / abgeschoben, weil der Arzt überfordert ist und dem Druck des Dienstherrn nachgibt. Erlaubt es sich der Patient nach dieser Zeit immer noch an zu leiden, so kann das natürlich nur an seiner durch die Kindheit gestörten Persönlichkeit liegen.
Für die Bundeswehr ist das Thema Psychotrauma nicht so neu, gibt es doch Ausbildungsunterlagen aus den 1990ern, die sich bereits in Lehrgängen für Führungspersonal an der Offiziersschule der Luftwaffe mit diesem Thema beschäftigen.
Die, die helfen wollen, ihr Engagement in allen Ehren, doch sie wissen nicht, auf was sie sich da einlassen. Und sollten sie irgendwann aufgeben, so beweist das dem Traumatisierten nur das, was er in seinem negativen Weltbild schon vorher wusste: “Mir ist nicht zu helfen und Niemandem ist zu trauen…“ Wenn es gut geht, geht es wieder in den dunklen Keller. Geht es nicht so gut, könnte es das gezielte Ableben bedeuten und wenn es ganz daneben geht, wird dem Ableben ein Sinn gegeben, in dem geglaubt wird ein Zeichen setzen zu müssen.
Manch ein Kliniker glaubt, dass Enttäuschung krank macht – schade, dass sich niemand über die aus Enttäuschung entstehende Wut ausläßt.
Das Trauma zerreißt das, was vorher im Einklang war. Das Zusammenspiel/Synchronität von Körper, Geist und Seele. Das Fundament des Menschen ist zerstört. In Therapien wird versucht zu stabilisieren. Kognitive Krücken werden an die Hand gegeben. Alles, was stabilisiert und therapiert, kann dieses Fundament nicht ersetzen noch wiederaufbauen, es wird ein Fundament aus Sand erstellt und der Betroffene ist jeden Tag damit beschäftigt den Sand zusammenzuhalten.


Pierre schrieb am 02.06.2010 um 15:55
mal ganz ehrlich da gibt es nichts um es besser zu verstehen ! ich lauf mit dieser scheiße seid 2001 rum wo noch nichmal bekannt war das es sowas gibt mir hats das ganze leben versaut und ich beneide die "jetzigen" soldaten nicht im geringsten um ihren job da. bei mir wars nur 99 kosovo und bosnien , das es dieses tolle ptbs is hab ich erst letztes jahr erfahren durch eine untersuchung aber nich von der tollen bundeswehr her ,weil die die soldaten ja fallen lassen wie eine heiße kartoffel und dann noch briefe schreiben wie zb" sie besitzen dieses schon seid anbeginn ihrer kindheit" und dann is dort ruhe im karton, von nachuntersuchung oder betreuung ist keinerweise die rede!
Wenn man es besser verstehen will dann nützt da reden nichts da die soldaten dauernd reden reden reden sollen aber denken das sie eh keiner vefrsteht der es nicht selber durchgemacht hat , jedenfalls is das bei mir so der fall!und schnelle hilfe wirds nicht geben schaut euch doch ma die vietnam veteranen an mal so nebenbei!man wirds nicht los !danke und auf wiedersehn


Birgit Klimkiewicz schrieb am 02.06.2010 um 11:15
Antwort auf "tut nix zur Sache"
Hallo,
Sie haben recht, ich weiss eigentlich nichts, weil ich die Erkrankung nicht habe und nie im Krieg war. Ich habe "nur" einen Sohn, der 3x im Einsatz war und ebenfalls erkrankt ist!
Aber Ihre berechtigte Wut kann ich verstehen. Die habe ich nämlich selbst erlebt.
Vielleicht, wenn Sie wollen, können Sie mir helfen besser zu verstehen.
Viele Grüße
Birgit Klimkiewicz
"Eisblume"


tut nix zur sache schrieb am 02.06.2010 um 07:58
Ich glaub mal das sich hier mal viele berufen fühlen über PeeTeeBeeEss zu reden. Was wisst ihr eigentlich? Und noch wichtger was tut ihr??? Nichts. N paar Webseiten. Kaffe trinken. Reden. Reden. Und weiter Reden. Gell? Super! Mal ein Buch gelesen? Fehlanzeige. Mal eine Woche auf ner Station mitgearbeitet? Wenn man so mmit krankenarbeiten will dann geht das voll in die Hose. Ey, ihr macht mit uns rum - und wir sind KRANK. kapiert das endlich. Lernt wenigstens mal die Krankheit kennen bevor ihr dummes Zeug labert. Wenn ihr nur reden wollt, dann verpisst euch doch. Ich binn grad im Krankenhaus. Und ausser der DKOF ist weit und breit niemand da, der irgend eine ahnung hat. so ist das.


Birgit Klimkiewicz schrieb am 01.06.2010 um 17:34
Liebe Frau Dluhosch,

ich möchte direkt auf Ihren Beitrag antworten.
Ich hoffe und sehe es nicht so, dass PTBS zum Modewort wird. Es darf und kann nicht dazu werden, da wir Soldatinnen und Soldaten haben, denen diese Erkrankung ärztlich diagnostiziert wurde, und dies bestimmt nicht "schick" finden. Die leider notwendige Öffentlichkeitsarbeit, hat jetzt, zugegeben, die seelische Erkrankung mehr in den Focus der Medien gebracht. Das mußte aber auch so sein, damit wir die Hilfe und Unterstützung der Politik bekommen, z.B., dass die Angehörigen mit in die Therapie einbezogen werden. Des Weiteren ist unser Ziel, dass kein erkrankter Soldat mehr durch das soziale Netz fällt!
Ich betone immer, dass alle Soldatinnen und Soldaten belastet aus dem Auslandseinsatz zurückkommen, dass auch hier schon vorbeugend und in den Nachbereitungsseminaren gewissenhaft gearbeitet werden muss. Allein in den Nachbereitungsseminaren kann man bei genauem Hinschauen die Belastung des Einzelnen erkennen, und entsprechend damit umgehen, bzw. behandeln. Deshalb setze ich mich auch dafür ein,dass es zur Pflicht für jede Soldatin und Soldaten wird, an diesen Seminaren nach jedem Einsatz teilzunehmen.
Aus diesem Grund habe ich meine Selbsthilfegruppe "Eisblume" für alle Angehörigen, die jemanden im Einsatz haben, oder demnächst in den Einsatz gehen wird geöffnet, nicht nur für Angehörige von an PTBS erkrankten Soldaten. Es soll aufklärend gearbeitet werden, damit aus der Belastung, durch Früherkennung, keine PTBS wird.
Schon allein die veröffentlichte Anzahl der Soldaten, die im Einsatz waren und sind, und die dazu im Vergleich bekannte Zahl derer, die an PTBS erkrankt sind, zeigen der Bevölkerung, dass nicht jeder der Einsatzsoldaten erkrankt ist. Aber da gibt es noch die Dunkelziffer!
Weiterhin ist die Öfflichkeitsarbeit notwendig um den Soldaten zu zeigen, dass sie sich nicht schämen müssen, wenn aus einer Belastung nach einem Kriegseinsatz eine PTBS wird. Ich glaube, wenn mein Sohn im Augenblick im Einsatz wäre, würde mich der zusätzliche Gedanke an die innere Verletzung, zu den Sorgen, die man sich täglich macht, sehr belasten.
Aber wie wir alle wissen, hilft Schweigen nicht weiter.
Wir alle sind glücklich über jede Soldatin und Soldaten, die zurückkehren und ihre Seele nicht am Hindukusch gelassen haben.
Aber bei denen es anders ist, um die müssen wir auch glücklich sein, dass sie überhaupt zurück gekommen sind und ihnen die nötige, und schnelle Hilfe zukommen lassen.
Ich möchte noch eine Bemerkung machen. Wenn PTBS wirklich zum "Modewort" geworden sein sollte, dann frage ich mich folgendes: Ich war auf einer Veranstaltung mit Angehörigen von Einsatzsoldaten. Als ich dort mit der Selbsthilfegruppe und meinem Thema vorgstellt wurde, fragten einige Teilnehmer: " Was ist bitte PTBS?!"..............

Und Sie haben recht: "Mütter lassen sich niemals scheiden!"
Genau darum mache ich meine Arbeit, weil ich eine betroffene Mutter bin, und all den anderen Familien, den schon sowieso schweren Weg vielleicht etwas leichter machen möchte.
Ich wäre glücklich, wenn das eines Tages gelingen würde!

Ihre Birgit Klimkiewicz
"Eisblume"


Helga Dluhosch schrieb am 27.05.2010 um 08:43
Der unermüdliche Einsatz all jener, die sich für eine bessere Wahrnehmung und Akzeptanz unserer SoldatInnen einerseits, aber auch für das Aufmerksammachen ihrer körperlichen und seelischen Verwundungen, gerade nach den Auslandseinsätzen, verdient höchsten Respekt.

Als betroffene mehrfach "einsatzbelastete" Soldatenmutter stelle ich jedoch fest, dass sich die schwere Erkrankung der PTBS als eine Art "Modewort" in allen Medienberichten und damit auch im "Volksmund" breit macht. Dies birgt Gefahren in sich:

In den Köpfen der Gesellschaft setzt sich fest, fast "alle" Soldaten kommen traumatisiert nach Hause.
Nein - viele kommen verändert und belastet in die Heimat zurück, was nach den Erfahrungen und Erlebnissen nicht außergewöhnlich, sondern normal sein dürfte. Viele, wenn nicht die meisten, kommen mit dem Erkrankungsbild "Akute Belastungsreaktion" oder "Anpassungsstörungen" in den Alltag zurück - ebenfalls seelische Erkrankungen, die auch behandelt werden müssen, damit sie sich nicht im Laufe der Zeit zu Schlimmeren entwickeln (Psychosen/Depressionen etc.).

Diese "einsatzbelasteten" SoldatInnen und auch deren Familien werden nicht wahrgenommen und dürften doch die größte Anzahl darstellen. Es ist so, als ob man nur den Soldaten wahrnimmt, der im Gefecht seinen Arm verloren hat, aber nicht jenen, deren Arm im gleichen Gefecht derart schwer verletzt wurde, dass er für immer steif bleiben wird... Er kann diesen aber ebenso nicht mehr "gebrauchen"...

Um nicht falsch verstanden zu werden, es geht hier nicht darum, ob einer "stärker" oder "schwerer" erkrankt ist, sondern darum, dass es unterschiedliche Erkrankungen, die international nach ICD-10 auch so differenziert werden, sind und demzufolge auch unterschiedlich behandelt werden müssen. Ich arbeite selbst in einer psychiatrischen Klinik und weiß von unseren PatientInnen, wie wichtig es für sie und deren Angehörige es ist, die "richtige" Diagnose gestellt zu bekommen, nicht nur, um die "richtige" Medikation und Therapie zu erhalten, sondern auch, um damit "umgehen", sich selbst einschätzen zu können!

Und nicht zuletzt wird man den an PTBS erkrankten SoldatInnen, deren gesicherte Diagnose sich relativ leicht stellen lässt, nicht gerecht: Wenn eine Erkankung als "hat ja fast jeder" dargestellt wird, geht hier doch die nötige Aufmerksamkeit und das entsprechende Mitgefühl verloren.

Ich wünsche mir, dass hier differenzierter betrachtet wird - viele "einsatzbelastete" SoldatInnen und deren Familien wehren sich dagegen, als an "PTBS-erkrankt" pauschal wahrgenommen zu werden. Viele SoldatInnen wagen auch aus diesem Grund nicht, sich in ärztliche/psychologische Behandlung zu begeben. Ein anderer Umgang ist deshalb dringend von Nöten: Bereits "prophylaktisch" muss viel mehr schon vor dem Einsatz darauf hingewiesen werden,
aber selbstverständlich auch danach, dass "belastet" oder auch mit "Anpassungsstörungen" nach einem solchen Einsatz/Krieg zu sein, eine normale Reaktion ist. Mit dieser Belastung oder Erkrankung sollte der SoldatIn jedoch nicht alleine da stehen, sondern mit medizinisch/psychotherapeutischer Hilfe, aber vor allem auch mit Unterstützung der Familien, der Vorgesetzten und der Kameraden wieder in den privaten und beruflichen Alltag integriert werden.
Deshalb ist auch m. E. viel stärkere Aufklärung im beruflichen Umfeld und auch eine umfangreichere Miteinbeziehung der Familien in die Nachbetreuung erforderlich.
"Familie" bedeutet für die Bundeswehr meiner Erfahrung nach aber in erster Linie Ehepartner/Lebensgefährte/FreundInnen und Kinder - dass Eltern, gerade bei jungen und noch unverheirateten SoldatInnen, immer noch die "nächsten Angehörigen" sind, wird viel zu oft vergessen. Bei meinen regelmäßigen Besuchen im Familienbetreuungszentrum stelle ich aber in den letzten Jahren fest, dass es gerade die Eltern sind, die sich interessieren und einsetzen, sie sind in einer viel höheren Anzahl bei den Treffen anwesend. Und letztlich sind es wir, die Eltern, die alles schultern müssen und selbstverständlich auch unermüdlich für unsere Kinder immer da sein werden - Mütter lassen sich niemals scheiden!

Helga D.
Soldatenmutter


Robert aus Lirich schrieb am 13.05.2010 um 16:47
Nach den Ergebnissen der Wahl zum Landatg NRW ist die Bereitschaft, die Entschädigungspraktiken der Versorgungsämter positiv zu verändern - auf Null gefallen.


Franz Roth schrieb am 10.05.2010 um 18:56
Auch wenn die Bw sich sehr spät um das Krankheitsbild PTBS angenommen hat, sehe ich ein kardinales Problem (mit gravierenden finanziellen und existenzbedrohenden Folgen) im Übergang des "Falles" auf die Versorgungsverwaltung. Auf die fatale Tendenz, den Grad der Behinderung herabzusetzen.

Oder die Einschaltung ziviler Gutachter. So wie die ominöse Ärztin, die eine Gefechtssituation unter Beschuß als nicht belastend einstufte.

Um Weiteres zu nennen: auch ein ehemaliger Herr BMVg, der sich hartnäckig weigerte, von Krieg zu sprechen (weil das eben völkerrechtlich nicht korrekt ist, sondern ein "nicht internationaler bewaffneter Konflikt" ist), war wenig hilfreich, einer desinteressierten Öffentlichkeit die tatsächliche Situation zu vermitteln, in der unsere Soldatinnen und Soldaten sich im Einsatz befinden.

Man muß alleine die Berichterstattung nach Baghlan heranziehen: das mediale Thema in epischer Breite war die Aschewolke und die existenziell vom Flugverbot bedrohte Lufthansa. Die Trauerfeier in Ingolstadt war in Tagesschau und Heute unter ferner liefen zu verbuchen.

Es ist hier viel Arbeit zu leisten. Sensibilisieren der Öffentlichkeit, der politischen und der militärischen Führung.

Und der - auch und gerade mediale - Einsatz von Herrn OTL a.D. Timmermann-Levanas ist der richtige Weg.


Robert aus Lirich schrieb am 08.05.2010 um 22:13
Da less ich sehr viel über Missbrauch - aktiven Missbrauch. Es gibt aber auch den passiven Missbrauch - Missbrauch durch Unterlassung. Das gibt es auch gegenüber Soldaten Zivildienstleistenden usw.


Bones schrieb am 07.05.2010 um 12:40
Wie kann ich als Angehöriger helfen? IN dem ich mir selber Hilfe hole. Im Netzt steht zwar recht viel, das ersetzt jedoch keine fachliche Hilfe. Schauen sie mal hier http://www.ikpp-bundeswehr.de/ unter den Link "KRI-Bw" da steht was von Psychoedukation. Zivile Kliniken bieten soetwas auch für die Angehörigen des Patienten an. Dort wird durch den Behandelnden Psychologen erklärt, was los ist und wie alles im Zusammenhang steht. Bei der Bw habe ich noch nie erlebt, wie Psychoedukation weder für den Patienten noch für die Angehörigen betrieben wird. Da ist man wohl der Meinung, dass die Angehörigen, die ja eigentlich den Betroffenen stützen sollen, autodidaktisch lernen mit all dem umzugehen. Mir war immer wichtig, jemanden zu haben, der trotz meiner Impulsdurchbrüche, Depressionen, Kälte, Reizbarkeit, Ängsten, negativen Weltbild und der daraus veränderten Lebensweise, mir bei steht und sich schützend vor mich stellt in meinen schwächsten Momenten. Jemanden, der versteht, ohne das viel gesagt werden muß, jemanden, der mir verzeiht, wenn für ihn das zuhause zum Minenfeld geworden ist.
Wie man das als Angehöriger, über viele Jahre, alles schafft? Ich weiß es nicht, denn ich halte mich selber für unerträglich. Doch es gibt solche Partner, die allein und auf sich gestellt mit ihren traumatisierten Soldaten den Weg gehen. Anerkennung gibt dafür gibt es nur innerhalb dieser Beziehung, den Rest der Welt interessiert das nicht. Die Partner, die durchhalten kompensieren das, was der Dienstherr nicht im Stande ist zu leisten - Fürsorge.


Birgit Klimkiewicz schrieb am 06.05.2010 um 14:15
Ich muss mich noch einmal zu Wort melden, da ich den Eintrag von "Speedy" gelesen habe. Vielleicht kann ich ein wenig dazu beitragen Ihren geistigen Horizont zu erweitern. Keiner hat die Soldaten aus dem letzten Weltkrieg vergessen. Übrigens mein Vater, meine Onkel waren auch unter Ihnen. Einer meiner Onkel ist in Russland gefallen, mein Vater kam schwer erkrankt aus dem Krieg zurück!
Aber Sie vergleichen hier unter falschen Vorraussetzungen. Der zweite Weltkrieg ist von deutschem Boden ausgegeangen. Deshalb gehen wir eigentlich in diesem Land auch so vorsichtig mit dem Wort "Krieg" um. Unsere Soldaten wurden nach Afghanistan unter ganz andere Vorzeichen entsendet, finden sich jetzt aber in einem Krieg wieder, den weder sie noch die deutschen Bürger wollen. Die Politik hat die Soldaten in diesen Einsatz geschickt, und die Politik muss auch dafür Sorge tragen, dass unsere Soldaten, wenn sie aus dem Einsatz verletzt oder traumatisiert, was übrigens auch eine Verletzung ist, zurückkehren, entsprechend unbürokratisch versorgt werden.
Wissen Sie, Speedy, es tut einfach nur weh, dass mein Sohn und seine Kameraden, auch für Sie unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen! Das ist zumindest die Begründung der Politik für den Einsatz. Noch eines darf ich Ihnen sagen: Wie Sie es so schön nennen, dass die Soldaten für die "Kohle" gehen. Es gibt keinen Soldaten, der für die"Kohle" geht, und wenn es doch einen geben sollte, der ist spätestens nach einer Woche wieder zurück. Ihnen das näher zu erkären, dürfte sich wohl als überflüssig erweisen. Vielleicht finden wir jemanden, der für Sie spendet, und dann gehen Sie mal für die "Kohle" in den Krieg!!!
MfG
Birgit Klimkiewicz
"Eisblume"


Birgit Klimkiewicz schrieb am 06.05.2010 um 12:31
Sehr geehrter Herr Timmermann-Levanas,
ich habe die Aussage, oder wie ist es zu nennen,den Bericht,den Hilfeschrei, den Aufschrei des Soldaten zu PTBS auf Ihrer Homepage gelesen. Wir kennen uns aus dem Netzwerk der Hilfe. Ich habe "Eisblume" gegründet, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von an PTBS erkrankten Soldatinnen und Soldaten. Wenn ich nun die Aussagen des Soldaten lese, frag ich mich, können wir "Außenstehende", zu denen ich mich zähle (obwohl mein Sohn betroffener Soldat ist), denn ich war nie Soldat, überhaupt etwas tun?! Ich möchte den Angehörigen Hilfe leisten, die die Ersten sind, die mit dem Trauma konfrontiert werden und nicht wissen damit umzugehen. Aber muss es nicht jedem Soldaten dämlich erscheinen, wenn ich Hilfe leisten will?! Da ich eine betroffene Mutter bin, und mir auch immer wieder fachlichen Rat einhole, wie ich persönlich mit dem Trauma meines Sohnes umgehen soll, und wie überhaupt die Angehörigen mit ihren Betroffenen umgehen können, hat mich der Bericht des Soldaten sehr erschüttert. Sehe aber vergleichbare Reaktionen bei meinem Sohn. Deshalb fordere ich ja auch ein, dass die Familien mit in die Therapie einbezogen werden, damit sie besser verstehen und dem Betroffenen somit auch besser unterstützen können. Durch meine Arbeit wird mir immer klarer, wie kompliziert und auch schwierig zu heilen, wenn überhaupt, diese seelische Erkrankung ist. Die Zahlen der PTBS belasteten Soldatinnen und Soldaten wird aber steigen, ganz zu schweigen von der Dunkelziffer! Ich kann uns nur allen wünschen, dass wir in unserem Engagement für die Soldaten und deren Familien weiter kommen und wirkliche Hilfe leisten können.
Liebe Grüße
Ihre Birgit Klimkiewicz
"Eisblume"


Robert aus Jülich schrieb am 29.04.2010 um 13:24
Die Schwäche des Euro wirkt sich nachteilig auf Leistungen aus. die an berechtigte Rentner usw. in das Ausland gezahlt werden. In Frankreich wird nach einer globalen Regtelung für RETRAITES gerufen, von einer grossen Gewektschaft.


KOMMENTAR DKOF:

Das gehört eigentlich nicht hierher und ist auch nicht richtig. Deutschland als Exportweltmeister profitiert von der Absenkung des Euro in erheblichem Masse. Im Grunde genommen sind wir die einzigen, die davon profitieren. :-)


Robert aus Lirich schrieb am 26.04.2010 um 19:31
Beispiel Sowjetunion/Russland - Prüfen! -Wer als Soldat Schaden erleidet, dem wird automatisch, dass es sich um Folgen des Soldatseins handelt.

Frankreich: Soziale Leistungen werden von Amts wegen vom festgelegten Zeitpunkt geliefert. In Deutschland: Alles immer nur auf Antrag. Knochentaxe: Überprüfen!!


Robert aus Lirich schrieb am 26.04.2010 um 16:43
Taten verjähren, Verantwortung nicht! Zitat von Bundesfamilien-Ministerin Schroeder (aus domradion Köln). Gilt auch für Soldaten und ihre Familien.


Robert aus Lirich schrieb am 25.04.2010 um 17:09
Fürsoge, Vorsorge, Nachsorge für Soldaten, Hinterbliebene, Waisen, Flugsicherung, Menschenschutz, Kinderschutz darf alles nichts kosten. Versorgerung teilweise katastrophisch, dauerndes Schnüffeln nach Einkommen, Geld, usw. Dank des Vaterlandes -vergiss es!


NBDer schrieb am 25.04.2010 um 01:55
Durch den Artikel in “Zeit.de“ Veteranen “Deutschlands kranke Krieger“ bin ich auf ihre Seite aufmerksam geworden. Ich habe mir die Seite genau angesehen und muss ihnen ein großes Kompliment machen.
Es ist tragisch und ein Skandal, dass unsere Soldaten eine derartige Behandlung erleben müssen.
Sie haben es verdient, dass sie jegliche Unterstützung bekommen, die es gibt, wenn sie ihre Gesundheit im Dienst für Deutschland verlieren, ob bei einem Auslandseinsatz oder bei einem Manöver oder auch bei einer Übung..
Ich bin gegen Krieg, doch leider ist unsere Welt immer noch durch Kriege bedroht, daher brauchen wir Soldaten und so lange wir Menschen brauchen, die für die Bevölkerung ihre Gesundheit und ihr Leben einsetzen, sollten diese unsere Hochachtung und unsere volle Unterstützung erhalten, denn das haben sie verdient.
Kriege werden nicht durch Soldaten gemacht, sie sind nur diejenigen, die ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie erfüllen ihren Auftrag im Namen eines Staates, dessen Regierung sie dort hin geschickt hat.
Solche Kommentare, wie die von Speedy, zeigen nur, wie armselig manche Menschen sind im Geiste.
Ich könnte nun noch sehr viel schreiben, aber ich möchte nun nur noch sagen, meine Familie und ich stehen voll hinter in ihnen und wir hoffen sehr, dass endlich auch unsere Regierung und unsere Behörden begreifen, dass sie diejenigen sind, die die Verantwortung tragen und übernehmen müssen, dass kein Soldat mehr für sein Recht streiten muss.
Geben sie nicht auf!


D R Beck schrieb am 23.04.2010 um 12:10
Mein Papa ist Kriegsopfer vom Russland Feldzug. Seid 1990 muss er um seine Rechte gegen die Bundesdeutschen Bürokraten kämpfen. Eins weiss er sicher -seine Verwundung war sinnlos. Aber die Soldaten die in Afghanistan kämpfen haben ja das "Wohlwollen der Politiker" - bis sie nicht mehr zu gebrauchen sind....
Übrigens Eure Fotoseite ist Spitze!
ff
D R


Robert aus Lirich schrieb am 22.04.2010 um 22:02
Am Sonntag, 18. April, dank OLT Andreas Timmermann-Levanas, zum 1. Male von DKOF gehört. Gut, dass es diese Einrichtung gibt - eine Schande, dass sie gegründet werden musste, um unterträgliche Missstände zu beseitigen. Mir - Soldat 1942 bis 1945 - Ende der militärischen "Karriere.

Arnd Kaufmann schrieb am 19.04.2010 um 22:54
Herr Oberstleutnant Timmermann-Levanas,
ich habe gestern Ihren Auftritt bei Anne Will gesehen, sehr gut !
Alle reden neuerdings immer vom Krieg (warum jetzt erst?), leider haben immer noch viel zu wenige begriffen das es in einem Krieg weder Gewinner noch Verlierer gibt, sonder nur Überlebende!

Sie sind exakt auf dem richtigen Weg!

Wenn ich was für die Sache tun kann, lassen Sie es mich wissen (Spendenkonto?).

Alles Gute und Danke, dass Sie sich für die Kameraden einsetzten,

Arnd, OLt a.D.

Frank Grünspann schrieb am 19.04.2010 um 18:05
Herr Oberstleutnant, mit Interesse habe ich gestern Ihren Auftritt bei ANNE WILL gesehen und muß Ihnen ein großes Lob aussprechen. Als OStFw d.R. mit mehr als 1200 Einsatztagen (davon 700 in AFGH) gebe ich Ihnen zu allen Aussagen meine volle Zustimmung und Unterstützung, gerade was die Politik angeht. Sie hätten Herrn Gysi mal fragen sollen, ob er schon einmal dieses Land AFGHANISTAN besucht hat. Auch Frau MERKEL habe ich persönlich erst einmal dort erlebt.
Leider war die Sendung zu kurz, so das Sie hätten alles aussprechen können.
Solche Worte, die Sie gestern Abend gesagt haben, sollten öfter auch angesprochen werden und in die Gesellschaft getragen werden.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Gesellschaft weiterhin viel Glück. Falls ich Ihnen dort helfen kann, stehe ich Ihnen (soweit es die Zeit zulässt) zur Verfügung
Freundliche Grüße


Mathias schrieb am 19.04.2010 um 07:56
Ganz wunderbarer Auftritt bei Anne Will. Sehr bedeutend, dass die "Sache" im Blickpunkt bleibt und nicht in den "Wechsel"medien untergeht. Weiter so Andreas !!!


Franz Roth schrieb am 18.04.2010 um 23:21
Hervorragender Auftritt heute abend bei Anne Will. Hervorragend besonders das Statement, den Eindruck zu haben als sei hier Wahlkampf. Die Diskussion ging speziell bei Willemsen und Gysi so was von am Thema vorbei.


Bones schrieb am 18.04.2010 um 12:52
Man sollte die alle zivilrechtlich verklagen, vielleicht helfen Seiten, wie diese, dass wir nicht mehr nur einzeln und allein auftreten, sondern zu einer großen Masse werden.


Sebastian "Basti" schrieb am 18.04.2010 um 11:25
HÖLLE! IST DIESE SEITE GEIL GEWORDEN!!!

VIEL GLÜCK HEUTE ABEND BEI A.W.

GUT, DASS ES DIE DKOF GIBT.


Ernst(haft) schrieb am 17.04.2010 um 12:07
Ja, die eigentliche Traumatisierung findet vor allem dort statt, wo ein einsatzverwundeter Soldat nach Heimkehr erst einmal "Paragraphen der Fürsorge" um die Ohren bekommt und er sich dann von der Öffentlichkeit und einigen Daheimgebliebenen auch noch Vorwürfe für seinen Einsatz anhören muss.

Unsere Soldaten werden im Einsatz schlichtweg "verheizt". Scheinbar handelt es sich bei den Opfern um einen Blutzoll der Politik, welche ihre eigentlichen Interessen und Großmachtphantasien nicht konkret benennt. Keine Macht der Welt hätte es uns übelgenommen, wenn wir mit der leidvollen Erfahrung unserer Geschichte von Beginn an eine andere Rolle in der Stabilisierung von Krisenherden übernommen hätten (weshalb sind wir nicht in Darfur? Ach so, keine geopolitische Lage, keine Absatzmärkte, keine Energiequellen, keine geopolitische Allianz!).

Eigentlich sind wir als Volk ja aus traumatischer deutscher Geschichte bis hin zum Kalten Krieg entwachsen. Doch nun sind wir von den Kommunikativen zwangsweise zu den Kriegerischen gekommen. Während dieses Kommunikative bisher für viele Soldaten und vor allem auch deren Familien ein guter Sinn des Einsatzes war, ist nun eine Sinnsuche entstanden. Aber die Geschichte unserer Zivilgesellschaft braucht keine Feinde, keine traumatisierten, posttraumatisch deformiert und veränderten, kriegerisch-geprägten Söhne. Und doch heißt es wahrscheinlich: weiter so auf dem (leidvollen) Weg zur Ghettobildung, zum Alten- und Pflegeheim für Soldaten, welche jeglichen Zuspruch aus der Gesellschaft & ihre sozialen Bindungen schrittweise verloren haben werden.


Björn schrieb am 02.04.2010 um 18:10
Als Stabsunteroffizier der Reserve mit Auslandserfahrung kann ich nur sagen wie nötig die Hilfe ist.

Da gibt es nur zwei Punkte zu schreiben. Lob für die Gründer und Helfer von DKOF!

Und Schande für die öffentlichen Stellen die noch immer viel zu wenig helfen.

PS: Schade das Zecken wie Speedy das Forum für BW-Bashing nutzen.


David Fischer SG schrieb am 25.03.2010 um 22:49
"Andree Michael Zipfel" Sehr schön erklärt, besser hättest du es nicht schreiben und auf den Punkt bringen können!


Andree Michael Zipfel schrieb am 25.03.2010 um 10:25
„Im Auftrag des Volkes“

In Folge der Abstimmung im Bundestag sprechen sich in aktuellen Umfragen nahezu drei Viertel der deutschen Öffentlichkeit für eine Reduzierung der Auslandseinsätze der Bundeswehr aus. Sogar mehr als 60% sind der Meinung das deutsche Soldaten in Afghanistan nichts zu suchen haben.

Da stellt sich die Frage Warum sind unsere Streitkräfte eigentlich im Einsatz und wäre es nicht logische, demokratische Folge, unsere Frauen und Männer nach Hause zu holen?

An dieser Stelle möchten wir nicht die Notwendigkeit deutscher Auslandseinsätze in Frage stellen. Es geht uns darum, den offenen und doch so versteckten Widerspruch solcher Aussagen bzw. solcher Meinungsbilder in den Fokus rücken.

Im Auslandseinsatz zu agieren ist keine Entscheidung der Bundeswehr.

Dieses muss grundsätzlich herausgestellt werden und immer Grundlage aller Betrachtungen bleiben.

Allzu oft berichten Medien von „beschlossenen Einsätzen der Bundeswehr“; allzu beständig müssen sich Soldaten - nicht Politiker - für ihre Einsätze rechtfertigen; immer wieder sollen Soldaten für die Aktivitäten der Bundeswehr im Auslandseinsatz die nötigen Begründungen geben.

Und das bisweilen bis hinab auf die persönliche Ebene: Aussagen wie „Ihr müsst doch verrückt sein in diese gefährliche Gegend zu fahren“ oder auch „Warum macht ihr das eigentlich?“ sind eher die Regel als Ausnahmen.

Wir Soldaten könnten uns sehrwohl andere Orte und andere Gebiete vorstellen, an denen wir Feiertage wie das anstehende Weihnachtsfest, den persönlichen Geburtstag oder den der Kinder oder auch den Jahreswechsel verbringen möchten.

Und so ist unsere Antwort auf die Frage nach dem „Warum?“ so einfach wie für manche verwirrend – „weil Ihr uns da hin schickt!“.

Ihr ? Das deutsche Volk, mit seinen aus ihm gewählten Vertretern ist der Souverän. Und Parlamentsbeschlüsse dieser Vertreter erteilen der Bundeswehr den jeweiligen Auftrag. Die Bundeswehr und ihre Soldaten handeln somit immer und ausschließlich im Auftrag des Deutschen Volkes. Damit nach Recht und Gesetz und im demokratisch legitimierten Interesse seiner Staatsbürger. Leider wird dieses gern und häufig ausgeblendet oder einfach vergessen. Und gerade in der Politik wird dann oft davon gesprochen, dass sich die Bundeswehr an den Auslandseinsätzen „beteiligt“ und damit suggeriert, die Bundeswehr hätte dies für sich entschieden.

Es wäre demzufolge aufrichtiger, ehrlicher und schlicht und ergreifend fair, wenn vom Rednerpult im Bundestag mitgeteilt wird, dass das Parlament, somit die Mehrheit des Volkes, den Soldaten den Auftrag erteilt und damit – Achtung - auch die Verantwortung übernimmt. Dann würde die Rolle und die Zuständigkeit des Souveräns wohl offensichtlicher und gäbe den Soldaten das Gefühl, Rückhalt zu genießen.

Es ist also nicht ureigenes Interesse oder Selbstzweck der Bundeswehr, eine solche Vielzahl an Auslandseinsätzen zu bestreiten, sondern vielmehr das (demokratisch offenbarte) Interesse genau der deutschen Öffentlichkeit, von welcher nun eine große Menge die Zahl der Einsätze für überhöht halten. Ein Widerspruch, der zu denken gibt und vielschichtige Gründe haben kann.

So mag die Funktionsweise unserer Demokratie für Teile der Befragten zu wenig transparent sein, der Glaube an die eigenen Mitwirkungsmöglichkeiten zu gering, die Gesamtlage vielleicht zu unübersichtlich, das eigentliche Desinteresse zu groß, die Schwerpunkte für den einzelnen mögen an anderen Stellen liegen – traurig nur, dass die Last der Einsätze letztendlich durch die Soldaten und ihren Angehörigen getragen wird, welche monatelang fern der Familie und der Heimat ihrem Vaterland dienen und dies unter Umständen auch mit Verwundung oder gar ihrem Leben bezahlen.

Eine in diesem Zusammenhang für uns unwürdige Diskussion um die Errichtung einer Gedenkstätte für die in den Einsätzen der Bundeswehr gefallenen deutschen Soldaten spricht hier sinnbildlich Bände, wie wenig ehrliche Bindung zwischen Öffentlichkeit, Volksvertretern und den Streitkräften besteht. Eine solche Gedenkstätte im Hof des Bendlerblocks, mehr unsichtbar als zugänglich für jedermann oder eben im unmittelbaren Blick der Öffentlichkeit und der entsendenden Bundestagsabgeordneten, also vor dem Reichstag zu errichten, ist für uns persönlich eigentlich keine Debatte wert. Aber vielleicht wären dann ja wieder die negativen Konsequenzen des Beschlusses zu präsent?!?

Wir wünschten uns im öffentlichen Meinungsaustausch wie auch im medialen Diskurs eine Betrachtung der Bundeswehr, die Sie als exekutives Organ unserer Demokratie betrachtet und entsprechend einordnet. Jedem einzelnen Staatsbürger muss klar sein, wer die Verantwortung für die Entsendung der Soldaten in Einsätze trägt und auf welchen Wegen diese Entscheidungen zu Stande kommen. Ziel muss es damit sein, dass Bewusstsein der sogenannten Öffentlichkeit für die Rolle der Bundeswehr und die Begründung ihres Einsatzes zu schärfen, um Ihr Handeln als direkte Folge demokratischer Entscheidungen verständlich zu machen.

„ Der Einsatz von Streitkräften ist die Weiterführung von Politik mit anderen Mitteln“ – Von Clausewitz lässt grüßen und ist zeitgemäß abgewandelt unverändert gültig.

In diesem Wissen, um den Rückhalt aus dem Volk, ergibt sich für die Soldaten nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene, sondern eine höhere moralische Legitimation ihres Handels. Und damit auch ein besseres Gefühl. Und gerade das ist tausende Kilometer fern der Heimat, der Familie und der Freunde unvergleichbar wichtig.
Somit engagieren sich die deutschen Soldaten bei ihrem Auslandseinsatz immer „Im Auftrag des Volkes“.

Ich wünsche Allen die an diesem Projekt arbeiten die nötige Unterstützung und Anerkennung.

Klasse, Prima, Toll,


Hanna Vlasak schrieb am 21.03.2010 um 18:15
Lieber Herr Timmermann-Levanas,
letzten Freitag, also am 19.03.2010 waren Sie in unserer Schule (Carl-von-Ossietzky-Gymnasium), um von Ihren Erfahrungen und Ihrer Arbeit zu berichten. Es war wirklich ein unglaublich interessantes Gespräch und das war etwas ganz anderes, als die Bilder im Fernseher zu sehen oder in der Zeitung anzugucken bzw. die Nachrichten im Radio zu hören. Auch wenn ich nicht in allen Ihrer Auffassungen einer Meinung bin, so kann ich sie doch nachvollziehen und verstehen.
Ggf. würde ich für unsere Schülerzeitung MORON, deren Chefredakteurin ich bin, über diese Begegnung schreiben. Wäre das in Ordnung für Sie? Und würden Sie mir eventuell für Fragen zur Verfügung stehen, sollte ich aus meinen Mitschriften nicht schlau werden?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar!
Mit freundlichen Grüßen,
Hanna Vlasak

Candy Liske schrieb am 19.03.2010 um 17:03
Hallo Kameraden,
ich habe von der DKOF durch den TV-Auftritt auf NTV erfahren. Ich finde Eure Aufgabe gut und hoffe Ihr könnt vielen Kameraden helfen.

Mit kameradschaftlichen Gruß
C.Liske, SU d.R.


Markus Böhm schrieb am 19.03.2010 um 00:44
Heute abend haben wir durch den TV-Auftritt von Ihrer Organisation erfahren. Hoffentlich wird sie schnell weiter bekannt.
Denn dass das dringend notwendig ist, erfahren wir als Reservistenkameradschaft seit den ersten Einsätzen der Bw damals in Jugoslawien durch unsere zahlreichen direkten Kontakte zur Truppe, u.a. während unserer Wehrübungen, wenn wir z.B. sich im Einsatz befindende Kameraden verteten.
Das bedeutet auch, dass sich unser Selbstverständnis und Betätigungsfeld als Organisation ehemaliger Soldaten inzwischen entsprechend verändert hat. Das Thema Kontakthalten und Betreuung von Kameraden, die im Einsatz sind oder waren ist auch bei uns präsent.
Wir drücken Ihnen unsere Unterstützung und Verbundenheit mit unseren bescheidenen Möglichkeiten aus und wünschen viel Erfolg!

Markus Böhm HptFw d.R.
SRV-Klettgau.de


D.Fischer SG schrieb am 18.03.2010 um 19:28
Moin, Kameraden.

Finde sehr gut, dass es diese Seite gibt. Hab mir einige Kommentare durchgelesen von Euch, einiges ist gut aber auch einiges nicht. "Speedy", solche Kommentare sind total unangebracht und fehl am Platz, ganz ehrlich mir, fehlen da die Worte! Wir leisten wie jeder andere unseren Job. Dafür wurden wir ausgebildet. Der eine so,der andere so. Wegen Geld geht da kaum einer runter. Es ist nur eine kleine Entschädigung für das, was wir leisten - und erlebt haben - und weil wir von unseren Familien getrennt waren, sag ich mal. Der Natosatz liegt da deutlich höher. Klar ist unser Berufsrisiko groß, genauso wie ein Rettung Ass.. Ich will auch nicht seinen Job machen.

Wegen der Aussage betreffs der seelischen Störungen - Es gibt seelische Störungen und körperliche Störungen, die nicht nur durch Fremdeinwirkung anderer Personen, sondern auch durch die Umwelt hervorgerufen werrden. Wer unten war, der weiß, was ich meine - Bakterien und Viren, die Krankheiten auslösen. Nur Krankheiten die man nicht sieht, sind sehr schwer anzuerkennen. Sprech aus Erfahrung. Kämpfe schon seit Jahren um mein Recht. Mir geht es nicht um Geld. Mir geht es um mein Recht und um Soldaten die nach mir kommen, die es vielleicht dann leichter haben.

Mir wurde in der Grundausbildung gesagt: Wenn Ihr in Einsätze geht, dann seid ihr rundum abgesichert, falls euch was passiert. Nix da! Man muß sein Kopf unter den Schultern tragen, um anerkannt zu werden. Ich hoffe das ändert sich mit laufe der Zeit. Die Hoffnung stirbt zu letzt.

Freundliche Grüsse!


Martin Graefe schrieb am 13.03.2010 um 19:29
Diese Seite ist sehr, sehr, sehr (!!!!) beeindruckend. Wie kommen Sie nur auf die Idee zuerst das Gesetz zu lernen und dann Leuten zu helfen? Normalerweise wird viel geredet und nichts getan. Das ist schon sehr erstaunlich hier. Alles gefechtsmässig aufgezogen. Irre! Glückwunsch!


Markus W. schrieb am 07.03.2010 um 11:45
Ich verstehe den Kommentar von "Speedy" auch nicht: Nach dem WK II. wussten alle, was sie erlebt haben, ob Ost- oder Westfront, ob zu hause ausgebombt oder in Gefangenschaft. Alle waren betroffen. Heute aber kehren unsere Soldaten zurück in ein Land im Frieden, und keiner versteht sie. Alles wegen Geld? Oh nein, für ca. 100 €/Tag lässt sich kein Soldat freiwillig seine Beine absprengen. Da irrt Speedy. Außerdem "gehen" die da nicht hin, sie werden "geschickt", von unserem Parlament und damit durch unseren Staat. Förster werden? Selbst die Förster werden nach einem Berufsunfall entschädigt, dieses Recht sollte den Soldaten ebenso zustehen, oder?


Karl Renneburg schrieb am 07.03.2010 um 11:18
Was "Speedy" da schreibt ist doch Müll schliesslich sind die Alten versorgt worden. Die Gesetze nach denen heute da versorgt wird die wurden für die Kriegsgeneration geschaffen. Und die Witwen der Kriegsverlierer bekommen doch wohl bis heute Rente vom Versorgungsamt. Das merkwürdige ist doch dass die Leute den Krieg nicht nur angezettelt sondern auch noch verloren haben. Und trotzdem soll man denen "Respekt" zollen? Für was? Weil sie das Land aufgebaut haben? Es hat denen niemand gesagt sie sollen es vorher in Schutt und Asche legen. Soviel zu den armen Wehrmachtsleuten. Unglaublich ist das doch. Die Leute sollten sich schämen. So viel Unheil über die Welt bringen und dann damit auch noch kokettiern und hausieren gehen. Pfui.


Kull Ralf schrieb am 03.03.2010 um 09:43
Habe am 02.03.2010 den Bericht im Fernsehen gesehen, wie immer zu einer ziemlich ungünstigen Sendezeit für die NORMALE Volksschicht in Deutschland. Es ist schade, dass unser Staat, unser Volk nicht hinter seinen Soldaten steht. Wenn man die Diskussionen beobachtet, wie die Politik sich HERUMWINDET um diese Auslandseinsätze mitlerweile "Krieg" zu nennen ist typisch für unsere Politik.
Da ich selber über 8 Jahre Soldat war, zu einer Zeit als noch der Kalte Krieg herrschte und die Mauer fiel, hatte ich das Glück, oder wie auch immer in keinen Einsatz zu müssen. Aber jetzt solch einen Text abzulassen, wie der Schreiber "SPEEDY" vor mir, ist ziemlich ÜBERFLÜSSIG. Ich kenne aus Erzählungen meines Vaters, als mein Großvater nach 5 Jahren russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause kam, war es kein sehr schönes Familien Leben mehr. Ich bin der Meinung, dass es sicher Soldaten gibt die wegen Geld diese Geschichte mitmachen, aber sehr viele weil sie Soldat sind. Und es ist nun mal die VERDAMMTE Pflicht der Bundeswehr und unserer Regierung sich um diese traumatisierten Soldaten zu kümmern.

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Ralf Kull Fw.d.R


Speedy schrieb am 03.03.2010 um 06:03
18 Millionen deutsche Soldaten waren bei Kriegsende unter Waffen. Was die erlebt haben, ist doch vergessen und verschwiegen worden.
Diese Bundeswehrsoldaten, die wegen Kohle nach Afghanistan oder sonstwo hingehen, dann wegen seelischen Störungen dem Staat nochmal auf der Tasche liegen, denen kann ich nur raten, bei der nächsten Berufswahl Förster, die haben auch ne grüne Uniform!


Tobias Schulten schrieb am 03.03.2010 um 02:09
Ich finde Ihre Arbeit sehr löblich und wünsche Ihnen viel Erfolg bei den Hilfen sowie bei dem Aufbau dieser recht neuen Fürsorgeorganisation.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,
Tobias Schulten, Fhj


Robert schrieb am 01.03.2010 um 18:44
Auszug aus einem Brief, eines Kameraden...

Sehr geehrte Frau B,

mein Kamerad, Robert Sedlatzek-Müller, hat mir von Ihrer Stiftung erzählt und mir auch gesagt, dass er bereits Kontakt zu Ihnen aufgenommen hat. Wir gehören ja zu den ersten Opfern des Afghanistan Einsatzes und wurden im März 2002 durch eine Raketenexplosion schwer verletzt.
Seitdem kämpfen wir um Hilfe. Als das Soldatenversorgungsgesetz 2007 geändert wurde, hatte ich die Hoffnung, dass sich endlich etwas verbessert. Aber wegen der Stichtagsregelung, die willkürlich auf den 01. Dezember 2002 festgelegt wurde, bin ich wieder ausgegrenzt worden. Seitdem klage ich vor dem Verwaltungsgericht um Gleichbehandlung. Ich will einfach nur eine Chance haben, ins Leben zurückzukehren. Durch die PTBS, an der ich leide, habe ich mein soziales Gefüge komplett verloren und isoliere mich von meiner Umwelt. Es gelingt nur sehr wenigen Menschen, so wie Robert, mich für kurze Zeit aus meiner Verzweiflung herauszuholen. Durch seine Initiative hat er im öffentlichen Bewußtsein und sogar auf politischer Ebene viel erreicht. Er hat die rückwirkende Anpassung des §63 des Soldatenversorgungsgesetzes in Bewegung gebracht. Aber wie wir wissen, drehen sich die Räder der Bürokratie sehr langsam und bleiben manchmal auch wieder stehen.
Der von mir beschrittene Rechtsweg geht voraussichtlich bis vor das Verfassungsgericht, wenn das Verwaltungsgericht das im nächsten Monat zuläßt. Dieser Musterprozeß, der eine Grundsatzentscheidung für viele betroffene Veteranen beinhaltet, hat mich aber bereits jetzt in Schulden getrieben, die ich nur mühsam von meiner Grundsicherung und -rente abzahlen kann. Das belastet mich noch zusätzlich zur PTBS.
Ich verstehe nicht, wie unsere Regierung und unser Rechtssystem es zulassen kann, dass Menschen, die sich für dieses Land eingesetzt haben, so kalt fallengelassen werden, wenn sie nicht mehr funktionieren. Um so mehr bewundere ich Menschen wie Sie, die trotz des selbst erfahrenen Leides die Kraft haben anderen, die in Not sind, zu helfen......

Einen Dank an Euch, dass es Euch gibt.


Robert Sedlatzek-Müller schrieb am 25.02.2010 um 19:45
Hallo Kameraden.

Wenn ich das hier lese, werde ich verrückt. Ich dachte, ich wäre alleine mit meinen Problemen (PTBS).

Ich war im Vorauskommando 99 im Kosovo, 3x in Afghanistan, davon einmal schwer verwundet zurück. Habe mich mal in einem Minenfeld verlaufen usw. 5 Kameraden habe ich verloren und jetzt werde ich nach 12 Jahren entlassen. Still und heimlich. Eigentlich wollte ich mich mit einem großen KNALL abmelden. Aber Frau Böken (Jenny im Herzen) hat mir neuen Mut gemacht.

Niemals wurde ich ich therapiert. Als Simulant wurde ich bezeichnet (WBV). Es macht mich traurig, das es inzwischen so viele sind, denen nicht geholfen wird. Ich kämpfe nun seit fast 8 Jahren für die Gerechtigkeit und bin nun an einem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr will.

Wenn ihr Lust habt, dann könnt ihr ab dem 2. März das Buch "Generation Einsatz" kaufen. Ich habe mit einem weiteren Kameraden, der sein Bein verloren hat (Mine) das Kapitel "Verwundung" geschrieben. Der Erlös des Buches wird gespendet (an das Soldatenhilfswerk).

Glück ab!


Jens S., Oberfelarzt schrieb am 25.02.2010 um 13:33
Sehr beeindruckend, was Sie Herr Timmermann-Levanas hier aufgebaut haben. Ich selber leide seit 2005 unter den Folgen meines Afghanistaneinsatzes. Über die Art und Weise, wie mit den versehrten Kameradinnen und Kameraden umgegangen wird, bin ich wütend, aber nach 25 Jahren Bundeswehr nicht unbedingt überrascht! Leider!

Ihnen und Ihrer Organisation wünsche ich viel, viel Glück und einen langen Atem im Sinne und Sache für unsere Kameradinnen und Kameraden. Die Sache liegt bei Ihnen in guten Händen!


Marcus Sziedat - SU schrieb am 22.02.2010 um 12:40
Als Soldat, als Freund und als Leser dieser Seite stimmt es mich traurig, sehen zu müssen dass dieser Aufwand hier nötig ist. Ich durfte Andreas Timmermann auf einem Teil seines Weges begleiten und ich kenne seine Geschichte. Dass ein Vorbild wie er, der diesem Land in so besonderer Weise gedient hat und was noch wichtiger ist, der anderen Menschen auf die Beine geholfen und ihnen eine Perspektive geboten hat, jetzt von denen die ihn in all diese Einsätze geschickt haben derart im Stich gelassen wird ist eine Schande. Aber gleichermaßen steht er hiermit nicht allein. Wenn auch in den Ausprägungen abweichend steht er somit für die vielen Schicksale die das Resultat unserer ziellosen Aussenpolitik sind.

Wie viel Gutes könnte man vollbringen, wenn man sich nicht ständig Gedanken darüber machen müsste, wer das Lob dafür erntet.

Ich schäme mich für die Dummheit, den Realitätsverlust und die Arroganz unserer Politiker. Krieg ist kein Spaß, kein Spiel und vor allem kein Wahlkampfinstrument.
Ich befürworte die Entscheidung Leben zu retten. Entschieden. Ich befürworte die Entscheidung deutsche Truppen in den Einsatz zu schicken um die Fehler europäischer Geschichte wenigstens annähernd wieder gut zu machen.
Aber warum werden Soldaten unzureichend ausgerüstet in den Krieg geschickt? Warum werden Sodaten im Einsatz und danach, mit dem Erlebten allein gelassen? Warum werden Soldaten von genau denen die sie in den Krieg schickten dann Öffentlich in der Presse zerrissen anstatt ihnen den Rücken zu stärken?
Wenn wir nur Brunnen bohren und Häuser bauen, wozu schicken wir dann Soldaten?
Warum berichtet die Presse nicht Über die Arbeit unserer Kameraden und über den Alltag im Einsatz? Stattdessen schalte ich den Fernseher ein und sehe Lufthansastreik, ein 10 Minuten Spezial über Pamelas Titten im Schnee und das Topthema Schnee in Deutschland.
Und wenn dann doch mal eine Sondersendung dem Brunnenbau gewidmet wird, dann ist entweder alles halb so schlimm oder die bösen jungen Soldaten waren ja kranke Einzelfälle.

Ich wünsche mir, dass Deutschland endlich die Augen Öffnet und sich vor allem die Presse ihrer Verantwortung bewusst wird und die Wahrheit berichtet.

Und ich wünsche dir, Andreas, dass du bald deinen Frieden findest. Danke für deine Kameradschaft und für deine Freundschaft.


Matthias M. schrieb am 22.02.2010 um 09:53
Ich bin durch Zufall hier drauf gestoßen, aber die Aktion gefällt mir gut. Ich habe mir die Fallbeispiele durchgelesen und muss sagen, es ist eine Schande, wie die Soldaten behandelt werden, nachdem sie für Deutschland im Einsatz waren! Also macht weiter so, helft wo ihr könnt.


M. Sachse schrieb am 04.02.2010 um 11:20
Diese Aktion ist offensichtlich die überfällige und nötige Reaktion auf schlimmste Versäumnisse derer, die junge Menschen in den Einsatz befehlen, sie aber von dort nicht vollständig zurück bringen. Unsere Soldaten werden unnötig und, im Grunde, geradezu vorsätzlich großem Leid preisgegeben.


Juli schrieb am 28.01.2010 um 18:44
Wer kein Ziel vor Augen hat, kann auch keinen Weg hinter sich bringen. (Ernst Ferstl)

...Diesen Eindruck habe ich nicht, wenn ich mir eure Arbeit und euer Engagement ansehe. Ich finde es toll, wie ihr euch für die deutschen Soldaten und deren Angehörigen einsetzt, auch wenn ich selbst nicht direkt betroffen bin. Ihr habt beeindruckende Ziele vor Augen....damit ihr euren Weg erfolgreich hinter euch bringt bzw. weitergeht, wünsche ich euch an dieser Stelle alles Gute !
Liebe Grüße
Juli


Marlene Sartorius schrieb am 25.01.2010 um 23:18
Ich habe über Sie in der Sendung erfahren, im SWR. Das war sehr aufschlussreich und sehr mutig. Ich wünsche Ihrer Organisation sehr viel Erfolg. Und ich werde meinen Teil dazu beitragen und für Sie Werbung machen.


Julia S., Feldwebel schrieb am 23.01.2010 um 00:55
Die Fotos sind super und Eure Seite gefällt mir gut. Weiter so. Ihr habt ein gutes Anliegen, viel Erfolg dabei! Hoffentlich könnt Ihr vielen Kameraden helfen, sie haben es verdient, dass sich jemand um sie kümmert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, was die mitgemacht haben.


Klaus Pfannenschmid schrieb am 20.01.2010 um 19:40
Wunderschöne Bilder, die mehr sagen als 1000 Worte. Wenn unsere Anwesenheit diesen Menschen hilft endlich frieden zu finden, dann hat sich unser Engagement gelohnt. Wenn wir allerdings nur mit 50 Kameraden und noch mehr verwundeten abrücken, dann war das ganze für die KAtz. Ich hoffe, dass das ganze nicht einfach nur ein riesen Verlust wird sondern am Ende irgendjemand einen Nutzen davon hatte! Egal wer!


Karl-Heinz S., StFw schrieb am 19.01.2010 um 08:41
Sehr gutes Bildmaterial, das genau das zeigt, was ist. Ich hoffe dass die Deutschen zu verstehen beginnen, wieso wir da unten sind: Um die Einwohner zu schützen und das Leben, den Alltag der Menschen zu verbessern. Anders als das, was wir hier in den Zeitungen "präsentiert bekommen" funktioniert das überwiegend GUT und Anschläge sind noch immer die große AUSNAHME. Die Sicherheitslage für die Menschen HAT sich erheblich VERBESSERT. Es ist allerdings schwierig das zu behaupten, wenn alle diejenigen, die nicht einmal da waren, das Gegenteil als Tatsache in den Raum stellen und die Medien von diesen "Tatsachen" als Tatsache berichten. Irgendwo ist in der Berichterstattung die Wahrheit abhanden gekommen.