In der Deutschen Kriegsopferfürsorge arbeiten ehrenamtlich ehemalige Soldaten, aktive Soldaten und auch Menschen, die noch nie eine Uniform getragen haben. Viele von uns waren selbst im Auslandseinsatz. Da wir unsere eigenen Erfahrungen mit Verwundung, Traumatisierung oder Tod gemacht haben, verstehen wir die Betroffenen sehr gut. Wir werden aber auch von Experten beraten, die aus den Bereichen Recht, Medizin und Versorgung stammen und selbst nicht im Einsatz waren. Diese Menschen helfen uns, den Betroffenen richtig helfen zu können.
Die Deutsche Kriegsopferfürsorge (DKOF) ist eine Organisation der Selbsthilfe. Wir haben unseren Sitz in Berlin, arbeiten aber in ganz Deutschland mit unseren Fallmanagern.
Wir haben uns als gemeinnützige Unternehmergesellschaft gegründet (gUG haftungsbeschränkt).
Die Deutsche Kriegsopferfürsorge kümmert sich darum, dass verwundete oder verletzte Soldaten und deren Familien sowie die Hinterbliebenen gefallener und getöteter Soldaten nach Krieg und Einsatz ihre Rechtslage verstehen. Wir helfen den Betroffenen, ihre Rechte gegenüber den verschiedenen Leistungsträgern (Bundeswehr, Krankenkasse, Versorgungsamt, Rentenkasse, Arbeitsamt usw.) durchsetzen zu können.
Die Deutsche Kriegsopferfürsorge setzt sich für Soldatinnen und Soldaten und deren Familien ein, falls diese nach einem Auslandseinsatz Hilfe benötigen. Die Schmerzen einer Verwundung oder die Trauer um einen Gefallen können wir nicht nehmen. Die zusätzlichen Sorgen um eine Krankenversicherung, um Einkommen, Hilfe bei Erziehung der Kinder oder Hilfe im Haushalt können wir lindern. Wir helfen bei der Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung oder im Umgang mit Behörden.
Wenn Sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen möchten, werden wir mit Ihnen Verbindung aufnehmen und mit Ihnen gemeinsam einen Plan entwerfen, wie Ihnen am besten geholfen werden kann.
Vielen Betroffenen können wir bereits am Telefon oder per Email mit Tipps und Ratschlägen schnell helfen. Bei anderen benötigen wir zusätzliche Angaben, zum Teil auch Akteneinsicht. Hierzu stellt Ihnen die Deutsche Kriegsopferfürsorge (DKOF) einen Fallmanager an Ihre Seite. Wenn Sie es wünschen, kommt dieser auch zu Ihnen und hilft vor Ort, Unterlagen zu sortieren, Schriftverkehr zu übernehmen und Ihre persönliche Situation kennen zu lernen.
Wir besprechen mit Ihnen gemeinsam, wie wir am besten helfen können. Falls Sie es wünschen, übernehmen wir für Sie den Dialog mit Ämtern, Behörden und Verwaltungen oder Versicherungen innerhalb und außerhalb der Bundeswehr.
Wenn wir selbst nicht helfen können, vermitteln wir gerne an unsere externen Berater und können Ihnen helfen, den passenden Rechtsanwalt, Gutachter, Therapeuten oder sonstige Experten zu finden.
Wichtig ist uns, dass wir Sie nicht alleine lassen und Ihnen genau so helfen, wie Sie es wünschen!
Die Deutsche Kriegsopferfürsorge ist für Betroffene da, aber keine Plattform für Betroffene. Wir führen Betroffene nicht zusammen, wir therapieren nicht. Diese Aufgaben übernehmen andere Vereine und Verbände seit langem erfolgreich. Unsere Aufgabe ist es, die oft als unverständlich und beschwerlich empfundene Sprache der Gesetze in die Sprache der Betroffenen zu übersetzen.
Die Deutsche Kriegsopferfürsorge (DKOF) entstand im Dezember 2009 aus der selbst erlebten Hilflosigkeit einiger Betroffener: Nach Auslandseinsatz und Krieg waren wir krank und verletzt als Soldaten wieder in Deutschland angekommen, fanden aber nicht die passende Hilfe.
Wir fragten viel zu oft "Berater", die uns mit falschen Ratschlägen nicht helfen konnten.
Wir baten um Informationen, bekamen aber keine.
Wir suchten Hilfe, wurden aber abgewiesen.
Sehr oft stand uns aber das Wasser bis zum Hals, bei einigen von uns kam neben Kriegsverletzungen und Traumatisierung noch der soziale Ruin dazu, weil wir weder therapiert, noch versorgt oder entschädigt wurden.
Wir haben uns zusammen geschlossen, weil wir diese Zustände für jeden Einzelnen verbessern möchten und zeitgleich dafür kämpfen wollen, dass sich diese Notlage für die Betroffenen nicht wiederholt. Wir möchten jedem die Chance geben, wieder zurück in´s Leben zu gelangen, trotz Krankheit, Verletzung oder Trauma.
Es darf nicht vom Zufall oder vom Glück abhängen, ob ein Betroffener gut, schlecht oder gar nicht versorgt wird. Jeder einzelne hat unsere Hilfe verdient - keiner ist uns egal.